Leben auf dem Hof

Tiere, Küche- und Blumengarten, Obstbäume

Seit über fünfzehn Jahren entwickeln wir diesen Ort Schritt für Schritt weiter.
Jedes Jahr bringt neue Ideen und neue Erfahrungen – im Umgang mit Pflanzen und Tieren im natürlichen Kreislauf des Lebens.

Heimische Tiere & tägliches Hofleben

Zu unserem Leben gehören heimische Tierarten: Mangalica-Schweine und Racka-Schafe ebenso wie Hähne, Hühner, Enten und Gänse – sie sind fester Bestandteil dieses Ortes.

In der Voliere leben Fasane, Truthähne und Perlhühner. Seit einigen Jahren bereichern auch Pfauen mit ihrer besonderen Erscheinung unseren Alltag.

Eine besondere Rolle spielen unsere Wachteln. Ihre Eier zählen zu den großen Favoriten unserer Familie. Wenn es die Zeit erlaubt, kümmern wir uns in manchen Jahren auch selbst um das Brüten – ein bewegender Moment, wenn ein kleines Küken aus dem Ei schlüpft.

Unser Gemüsegarten

Unser Gemüsegarten versorgt uns mit einer großen Vielfalt: Zwiebeln, Karotten, Petersilie, Tomaten, Paprika, Sellerie, Kohlrabi, Zucchini, Brokkoli – und nicht zuletzt Mangold, unser persönlicher Favorit.

Natürlich bedeutet all das auch viel Arbeit.

Es gibt Jahre mit reicher Ernte – und andere, in denen nicht alles nach Plan verläuft. So wurde im letzten Jahr ein großer Teil unserer Ernte von entkommenen Pfauen und Perlhühnern vernascht..und manchmal findet auch ein Fuchs, trotz aller Sicherheitsmassnahmen, seinen Weg hierher.
So ist das Leben im natürlichen Kreislauf – und wir sind ein Teil davon.

Obstgarten & Nachhaltigkeit

Vor einigen Jahren haben wir rund 180 Obstbäume verschiedener Sorten gepflanzt.
Ein Bewässerungssystem auf dem gesamten Gelände sorgt für eine zuverlässige Wasserversorgung.

Bei der Fütterung unserer Tiere achten wir besonders auf Qualität: gentechnikfreies Körnerfutter und pflanzliche Reste bilden die Grundlage, so freuen sich unsere Mangalica- Schweine und Schafe, wenn wir einmal der Woche Gras mähen – alles findet seinen Platz im Kreislauf.

Ein Garten, der mit uns gewachsen ist

Der große, parkähnliche beinahe 10 Tausend m2 grosser Garten entwickelte sich Schritt für Schritt.

Anstatt ihn klassisch zu planen, haben wir zunächst beobachtet, welche Wege wir tatsächlich zwischen den Häusern nutzen – und genau dort entstanden schließlich die mit Ziegeln gepflasterten Wege.

Traditionell folgte der Garten einer ungarischen Tanya einer klaren Ordnung: Jede Pflanze hatte ihre Aufgabe, ihren Ort und ihre Zeit. Dieses Wissen haben wir aufgegriffen und in die Gegenwart übertragen.

Heute wachsen hier mehr als fünftausend gepflanzte Stauden.

Auch unsere Kräuter- und Heilpflanzensammlung wächst kontinuierlich. Salbei, Zitronenmelisse, Lorbeer, Minze, Basilikum, Oregano, Zierspinat, Rosmarin, Brennnessel und Schnittlauch gehören zu unserem Alltag und finden regelmäßig Verwendung.

Eine wiederbelebte Kulturlandschaft

„Tanyas“ prägen diese Region seit Generationen. In den letzten Jahren werden sie wieder zunehmend bewohnt – von jungen Familien, die die Stadt hinter sich lassen, ebenso wie von Ruheständlern aus Westeuropa. Diese Anwesen von ein bis zwei Hektar sind überschaubar, aber ausreichend. Sie versorgen uns selbst – und den Überschuss von etwa 20 bis 30 Prozent geben wir weiter: als Farm-to-Fork-Gerichte an unsere Gäste und über die Kecskeméter Erzeugergemeinschaft Szatyor.

Unser Weg hierher

Wir selbst sind nicht hier geboren.
Mein Mann stammt aus Budapest und ist Tierarzt hauptsächlich für Großtiere. Ich bin als Ungarndeutsche in Mór aufgewachsen, lebte in Budapest und arbeitete lange Zeit im Tourismus für ein Schweizer Unternehmen in ganz Europa.
Umso besonderer ist es für uns, dass unser gemeinsames Zuhause schließlich hier, im Kiskunság-Nationalpark, entstanden ist.

Die Puszta lehrt Gelassenheit

Ein Leben ohne unmittelbare Nachbarn ist nicht für jeden geeignet.
Die Weite, der offene Horizont und die Stille vermitteln ein tiefes Gefühl von Freiheit.
Die Puszta lehrt, langsamer zu werden, aufmerksam zu sein und bewusst im Moment zu leben.
Unsere Gäste erleben hier, wie es ist, wenn Raum, Ruhe und Natur den Alltag bestimmen.
Die Bilder, Klänge und Eindrücke der Puszta begleiten sie – oft noch lange nach ihrer Abreise.

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